Amazigh-Aktivist stirbt in Haft durch Hungerstreik

Dr. Kamel Eddine Fekhar, 54 ©  elkhabar

Der politische Amazigh-Aktivist, Dr. Kamel Eddine Fekhar, 54, der wegen seiner Kritik gegenüber dem algerischen Regime inhaftiert wurde, ist gestorben, nachdem er 50 Tage im Hungerstreik verbracht hatte.

Die traurige Nachrichten wurde von seinem Anwalt Salah Dabouz in einem auf seiner Facebook-Seite veröffentlichten Video bekanntgegeben.

„Ich Mohamed Salah Dabouz sage, dass Herr Fekhar im Frantz Fanon Hospital in Blida gestorben ist, wo er sehr früh am Dienstag aus dem Ghardaia Hospital hingebracht wurde“. „Er kam gegen 2 Uhr morgens in Blida an und wir wurden heute Morgen gegen 8 Uhr über seinen Tod informiert“, sagte der Präsident des Observatoriums für Rechte und Freiheiten für Nordafrika.

Herr Fekhar, dessen Gesundheitszustand eine dringende medizinische Versorgung erforderte und im Krankenhaus von Ghardaia behandelt wurde, beschwerte sich über die mangelnde Versorgung durch das medizinische und paramedizinische Personal und er bat Herrn Dabouz, eine Beschwerde wegen „Nichthilfe einer gefährdeten Person“ gegen den Direktor und das Krankenhauspersonal des Krankenhauses Ghardaia einzureichen. „Er hatte mich gebeten, eine Beschwerde einzureichen, weil er sich über die mangelnde Pflege und das Verhalten der Ärzte gegen ihn beschwerte“, sagte Salah Dabouz, der ankündigte, dass spätestens am Donnerstag eine Beschwerde eingereicht werden wird. „Es ist auch der Wille seiner Frau und Aouf Brahim, diese Beschwerde einzureichen“, erklärt der Anwalt. Der Anwalt beschreibt diese Tragödie als „politische Verfolgung“ und „programmierter Tod“, für die er die Verwaltungs- und Justizbehörden Ghardaïas voll verantwortlich macht.

Dr. Kamel Eddine Fekhar, 54 ©  facebook/Amazigh Ayaou

Dr. Fekhar wurde am 31. März 2019 in der Nähe seines Arbeitsplatzes verhaftet.

Am selben Tag wurde auch der Gewerkschafter und Minderheitenverteidiger Hadj Ibrahim Aouf verhaftet. Die Menschenrechtsverteidiger wurden aufgrund einer Beschwerde des Generalstaatsanwalts der Stadt Ghardaia im Westen Algeriens wegen Angriffen auf öffentliche Einrichtungen, nämlich Militär, Parlament und Justiz, festgenommen.

Er begann seinen Hungerstreik im März 2019 aus Protest gegen seine ungerechte Inhaftierung und den Haftbedingungen. Als sich seine Gesundheit verschlechterte, wurde Dr. Fekhar zunächst in ein lokales Krankenhaus bevor er dann in einer Notüberführung ins Krankenhaus in der Stadt Blida gebracht wurde. Seine Familie und sein Anwalt, Salah Debouz, waren von den Behörden über seinen Tod informiert worden, ohne ihnen weitere Details zu nennen.

Dr. Kamel Eddine Fekhar, war ein Aktivist für die Autonomie der Region M’zab, einer Amazigh-Minderheit in der nordalgerischen Sahara, und ein starker Kritiker des algerischen Regimes und seiner rassistischen Politik gegen die Ibadi Imazighen. Diese Art des Rassismus sehen dich alle Imazighen Nordafrikas, durch die herrschenden Diktaturen und ihrer Panarabischen Politik, ausgesetzt.

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