Benmoussa’s Ernennung ist eine schlechte Wahl.

Mohammed VI. empfängt Herrn Chakib Benmoussa und ernennt ihn zum Leiter der Sonderkommission für das Entwicklungsmodell.

Benmoussa’s Ernennung zum Präsidenten der Kommission für das Entwicklungsmodell ist eine schlechte Wahl.

Mohammed VI. hat den marokkanischen Botschafter in Frankreich, Herrn Chakib Benmoussa, zum Vorsitzenden der neuen Kommission ernannt, der mit der Ausarbeitung eines neuen Entwicklungsmodells beauftragt wurde, das darauf abzielen soll, die Entwicklung auf dem richtigen Weg zu bringen. Jedoch ist diese Ernennung angesichts der bisherigen Bilanz dieses hohen Beamten eine falsche Entscheidung.

In seiner Thronrede Ende Juli kündigte der König die Bildung einer Kommission an, die ein neues Entwicklungsmodell für das Land erarbeiten soll, nachdem das Scheitern früherer Modelle, einschließlich solcher für die menschliche Entwicklung, bestätigt wurde. Das Scheitern und die beispiellose Verschlechterung in Schlüsselsektoren wie Bildung, Gesundheit, Beschäftigung und anderen Aspekten des Lebens, wird von marokkanischen Beamten, dem König selbst, sowie die nationalen und internationalen Berichte wie die der Vereinten Nationen gleichermaßen anerkannt.

Die Wahl von Herrn Benmoussa als Leiter dieser Kommission ist aus folgenden Gründen eine falsche Entscheidung:

Erstens hat Benmoussa verschiedene Positionen bekleidet, darunter das Innenministerium und die Leitung der königlichen Holding ONA, und hat in keinem Sektor einen positiven Fußabdruck hinterlassen, und er hat immer die Bekannten autokratischen Methoden dieses Staates angewendet, nämlich die Überwachung der Entwicklung durch das Innenministerium mit dem Ergebnis einer weit verbreiteten Korruption und der Beginn der Umwandlung Marokkos in eine Art Feudalregime, das von einer Gruppe einflussreicher Menschen geführt wird, sowie das beispiellose Wachstum der Verschuldung in der Geschichte des Landes, das die eigentlich Ursache für die grossen sozialen Klassenunterschiede ist, die Marokko derzeit erlebt.

Zweitens hat Benmoussa bereits den Vorsitz im Rat Wirtschaft, Soziales und Umwelt geführt und kein Rezept gefunden, um zum Fortschritt und zur Entwicklung Marokkos beizutragen. Die Frage, die sich heute stellt, ist: Wie kann dieser Technokrat mit dieser Bilanz zur Entwicklung des neuen Entwicklungsmodells beitragen?

Drittens ist Benmoussa eine Figur mit dem Profil eines Technokraten, der über keine guten Kenntnisse des Entwicklungsbereichs und seiner komplexen Themen verfügt, und sein Amt im Innenministerium hat zur Etablierung einer Sicherheits- und Polizeikultur beigetragen, um die sozialen Fragen des Landes im Sinne von „Sicherung der Stabilität auch unter absoluter Korruption“ anzugehen. Er gehört zu dieser Kategorie von Führern, die angesichts von Misserfolg, Misswirtschaft und hohen sozialen Anforderungen nur lächerliche Sätze wie „Marokko ist Opfer von Provokationen und Verschwörungen von außen“ oder „Marokko ist mit seinen Institutionen und der Unabhängigkeit seiner Entscheidungen stark“ wiederholen, anstatt die realen Probleme mit Kühnheit, Offenheit und Mut anzugehen.

Viertens gehört Benmoussa zu dieser Kategorie von hohen Beamten, die ständig „das Jahr ist gut und alles läuft sehr gut“ singen und über die unrealistischen Fortschritte des Landes sprechen, während sie zu sozialen Katastrophen beitragen. Wie kann er sich dann an der Rettungsaktion des Landes beteiligen? Er ist auch einer der prominentesten Architekten der Illusion von „Marokkos Mitgliedschaft im Club der Schwellenländer“, die vor vier Jahren die Rede des Königs lieferte. Benmoussa wird sich nur auf ausländische und nationale Beratungsfirmen und regierungsnahe Unternehmen verlassen, die vom Geld des marokkanischen Volkes profitieren und keine echten Feldstudien durchgeführt haben, sondern nur eine Kultur des billigen Marketings für Projekte aufgebaut haben, die Marokko seit mehr als 20 Jahren auf einem Rang über 120 in der Weltrangliste der menschlichen Entwicklung positioniert haben.

Diese Entscheidung ist ein weiterer Beweis dafür, dass das marokkanische politische Regime nicht in der Lage ist, seine herrschenden Eliten zu erneuern und auf andere Standpunkte als seine eigenen zu hören. König Mohammed VI. erklärte in seiner Rede anlässlich der Revolution des Königs und des Volkes: „Wir sind in einem Stadium angelangt, in dem wir keine Zögern oder Fehler akzeptieren“, jedoch erzeugt diese Ernennung eine weitere Verzögerung eines echten Wandels , weil man sich nicht für eine unabhängige intellektuelle Persönlichkeit entschied, die die Arbeit am neuen Entwicklungsmodell kompetent und weit weg vom offiziellen Weg leitet, und deshalb ist es eine völlig falsche Entscheidung.

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