CIA-Dokumente bestätigen Deal zwischen Juan Carlos und Hassan II über W. Sahara

Der US-amerikanische Auslandsgeheimdienst Central Intelligence Agency (CIA) hat Dokumente zur Westsahara veröffentlicht, laut marokkanischer und spanischer Medien.

Den Unterlagen zufolge wurde der damalige spanische Prinz Juan Carlos I. einer der wertvollsten Informanten der USA, der seinem Kontakt in Madrid, dem amerikanischen Botschafter Wells Stabler, vertrauliche Informationen übermittelte.
Außerdem hätte Juan Carlos zugestimmt, die Westsahara von Marokko annektieren zu lassen. Alles im Austausch für die amerikanische Unterstützung, ihn zum König zu machen.

In den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurden die amerikanischen Interessen in der Region durch den fortschreitenden Kommunismus, die Nelkenrevolution in Portugal und den Fall der Militärdiktatur in Griechenland bedroht.

Ein geheimes CIA-Projekt wurde 1975 mit dem Ziel gestartet, die 53. Provinz Spaniens, die Westsahara, zu erobern. Es ist nicht nur ein Gebiet, das reich an Phosphaten, Eisen, Öl und Gas ist, sondern auch auf geostrategischer Ebene wertvoll.

Die Instabilität in Spanien aufgrund der Krankheit des Diktators Francisco Franco war der Schlüssel zur Durchführung dieser Operation, indem 350.000 marokkanische Bürger in die Westsahara marschieren konnten.

Nach einem Dokument der CIA hatten Rabat und Madrid eine Einigung über den Verlauf des “Grünen Marsches” erzielt. Beide Parteien waren sich einig, dass die Bürger einige Kilometer lang in die Sahara einreisen durften, in einem Gebiet, aus dem sich die spanischen Soldaten zurückgezogen hatten, und dass ihr Aufenthalt dort nur von kurzer Dauer sein würde. Es wurde auch vereinbart, dass Spanien einer Delegation von 50 Marokkanern erlauben würde, in die Sahara-Hauptstadt Laayoun zu reisen.

Der damalige US-Außenminister Henry Kissinger vermittelte zwischen dem Allawiten Hassan II und Juan Carlos, bis eine geheime Vereinbarung über die Übertragung der Westsahara nach Hassan II unterzeichnet wurde.

Nach diesem Abkommen und den vorangegangenen Vorbereitungen wurde am 6. November 1975 der “Grüne Marsch” organisiert. Die USA und Frankreich waren erfreut, dass ihre allawitischen Verbündeten die Macht in der Westsahara ergriffen hatten. Zumal das benachbarte Algerien ein Verbündeter der Sowjetunion war.

Auf einer Karte befindet sich auch die Linie, die die Westsahara zwischen den Allawiten und Mauretanien teilt. Am Anfang stimmte Hassan II zu, nur die nördliche Hälfte der Westsahara zu annektieren. Da Mauretanien den Krieg gegen die Polisario nicht aufrechterhalten konnte, zog dieses Land seine Soldaten zurück, woraufhin Hassan II. Auch die südliche Hälfte der Westsahara beanspruchte.

Quellen: CIA / Wikileaks /Elespagnol / Essahraoui/

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