Drei Jahre lang Proteste der Rif-Diaspora! Heute in Paris zum Gedenken von Mohcine Fikri!

In den frühen Morgenstunden versammelten sich Rifis in Den Haag an einem Bus, der sie zu einer großen Demonstration nach Paris bringt. Die Teilnehmer kommen auch aus Spanien, Belgien und sogar aus Bosnien. Heute Nachmittag gedenken sie des Todes des Fischhändlers Mohsin Fikri mit einem Marsch vom Place de la Bastille zum Place de la République.

Im Jahr 2016 verursachte der Tod von Fikri eine Welle von Demonstrationen im Rif-Gebiet. Der Mann starb in einem Müllwagen nach einem Konflikt mit den Behörden über eine Ladung Fisch. Der anschließende Aufstand wurde als Rif-Protest bekannt.

Nur ein kleiner Teil der Reisenden will mit der NOS sprechen, aus Angst vor Vergeltungsmaßnahmen aus Marokko. Der Reporter Matthijs Holtrop sprach dennoch mit einigen von ihnen. Sie sagen, sie sehen es als ihre Pflicht an, Fikri zu gedenken. „Sein Tod ist ein Symbol für alles, was in der Gegend passiert“, sagt El Yekhloufi Jamal. „Die Bedingungen in der Gegend sind schlecht, es ist, als hättest du überhaupt keine Rechte.“

Auch von Antwerpen aus sind Rifis auf dem Weg nach Paris.

Der Protest ist eine Idee des Aktivistenführers Nasser Zefzafi. Er verbüßt derzeit eine zwanzigjährige Freiheitsstrafe. Im vergangenen Jahr wurden er und 52 weitere Anführer der Protestbewegung im Rif verurteilt.

Was vor drei Jahren als Reaktion auf Fikris Tod entstand, führte schnell zu Protest gegen die schlechten Lebensbedingungen in der Region. Die Bewohner des Rifs, einem Gebiet im Norden des Landes, fühlen sich benachteiligt und unterdrückt. Es gibt kaum Universitäten oder Krankenhäuser, die Arbeitslosigkeit ist sehr hoch und die Korruption sehr verbreitet.

In den letzten drei Jahren haben Rifis mehrfach gegen diese Bedingungen demonstriert. Zehntausende von ihnen gingen auf die Straße. Manchmal handelte die Polizei hart und eine Person wurde getötet. Die Polizei nahm auch Dutzende auf und viele Menschen wurden verletzt.

Viele Niederländer marokkanischer Abstammung haben in diesem Teil Marokkos Verwandte.

Auch im Rif-Gebiet selbst wollen Demonstranten heute auf die Straße gehen, sagt Korrespondentin Samira Jadir in den NOS Radio 1 News. „In Al Hoceima, der Stadt, in der der Fischhändler starb, war eine Demonstration geplant. In anderen Bereichen werden Aufrufe in Social Media gemacht. „Aber es bleibt abzuwarten, ob sich das fortsetzen wird.

Jadir bezweifelt jedoch, dass die Proteste einen großen Unterschied machen werden. „Es wird an besserer Infrastruktur, gearbeitet, aber die Probleme sind nach wie vor groß. Die Behörden dagegen, wollen das die Menschen geduldig sind.“

https://nos.nl/artikel/2307719-drie-jaar-rif-protesten-europese-marokkanen-naar-parijs-voor-herdenking.html

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