Junger Mann wird wegen eines Videos über arme Bürger strafrechtlich verfolgt

Khalid El Ouariachi wurde am vergangenen Mittwoch von den örtlichen Behörden in Marrakesch vorgeladen und anschließend der Polizei übergeben.

Der junge Mann wurde bis Mitternacht verhört, danach durfte er nach Hause gehen. Er wird jedoch nächste Woche vor der Staatsanwaltschaft im erstinstanzlichen Gericht in Marrakesch erscheinen müssen.

Der Mann wird angeklagt, weil er ein Video gedreht hat, das das Leiden armer Bürger dokumentiert. Das Video handelt von den Armen in der Altstadt, die infolge der Ausgangssperre unter schwierigen Umständen leben. Diese Bürger arbeiteten im Handwerkssektor, die aber seit der Ausgangssperre arbeitslos sind.

Die örtliche Zweigstelle der “Marokkanischen Vereinigung für Menschenrechte” (AMDH) sagte in einer Erklärung, dass der junge Mann sich nicht strafbar gemacht habe. AMDH sagt, das Video sei “eine erlaubte Handlung, die nicht gesetzlich unter Strafe gestellt ist”. Der Verband fügt hinzu, dass El Ouariachis Ziel humanitär war, weil er auf die Situation von Bürgern aufmerksam machen wollte, die Hilfe benötigen.

Laut AMDH enthält das Video keine Beleidigung, Aufstachelung zu Hass oder Gewalt, für die eine strafrechtliche Verfolgung möglich wäre. Der Verband fordert daher die Behörden auf, die Strafverfolgung von Khalid El Ouariachi einzustellen.

Quelle: Arifnews

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