Marokko: „Justiz auf Befehl“ von … Mohammed VI?

Marokkos König Mohammed VI. wird verdächtigt, hinter der Verhaftung des Rappers Gnawi zu stehen.

In Marokko demonstrierten hunderte von Menschen in den Straßen der Hauptstadt Rabat und beschuldigten „Dieser Staat ist korrupt“ und prangerten eine „Justiz auf Befehl“ von König Mohammed VI. an?

Samstag, den 28. Dezember unter Spannung in Marokko, genauer gesagt in Rabat, wo mehrere hundert Demonstranten auf die Straße gingen, um gegen die Verhaftung des Journalisten und nicht minder des marokkanischen Aktivisten Omar Radi zu protestieren. Radi wurde verhaftet, weil er ein Gerichtsurteil auf Twitter kritisiert hat.

Um ihren Zorn zu zeigen, sangen die Demonstranten vor dem Parlament: „Wir werden nicht loslassen“, „Justiz unter Befehl“, „Dieser Staat ist korrupt“. Der Tweet, für den Omar Radi angeklagt ist, wurde letzten April veröffentlicht. Der Journalist wurde am Donnerstag festgenommen und sein Prozess begann am selben Tag. Wofür machen wir ihn verantwortlich?

Dem Journalisten wird ein Tweet vorgeworfen, in dem er die schweren Gefängnisstrafen, 20 Jahre für einige Mitglieder der Hirak, einer Protestbewegung, die in den Jahren 2016 und 2017 den Norden Marokkos aufgewiegelt hat, gezüchtigt hat. Omar Radi, der den Richter als „Henker“ bezeichnet hatte, hatte geschrieben: „Weder Vergessen noch Vergeben bei diesen würdigen Beamten! Dies löste ein Verfahren gegen ihn aus, und er muss wegen Missachtung des Gerichts mit bis zu einem Jahr Gefängnis rechnen.

Die nächste Konfrontation mit dem Journalisten, der karikiert wird, weil er eine feindliche Feder in Rabat hat, findet am 2. Januar 2020 statt. Die NGO Human Rights Watch forderte die marokkanischen Behörden bereits in einer Erklärung auf, den Journalisten „unverzüglich“ freizulassen, da er beschuldigt wurde, dass „seine ungerechtfertigte Inhaftierung und der Prozess in einer Atmosphäre stattfinden, die für marokkanische Journalisten, Dissidenten und Künstler, die sich in sozialen Netzwerken ausdrücken, zunehmend erstickt“, und bezog sich dabei auf den Youtubeur, der wegen „Beleidigung des Königs“ Mohammed VI. zu vier Jahren Gefängnis verurteilt wurde.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.