Nach Morddrohungen wird Bouworde diesen Sommer keine Freiwilligen mehr nach Marokko schicken.

Die flämische Non-Profit-Organisation Bouworde hat beschlossen, in diesem Sommer keine weiteren Freiwilligenteams nach Marokko zu schicken, sagt sie am Mittwoch nach Rücksprache mit der belgischen Botschaft in Rabat.

Am Dienstag wurde ein junger Lehrer verhaftet, nachdem er die Enthauptung belgischer Freiwilliger gefordert hatte, die in Shorts auf einer Baustelle im Süden des Landes arbeiteten. Er meinte, dass die Mädchen in der Gruppe zu leicht gekleidet waren.

Bouworde, die diese jungen Leute in das Dorf Adar geschickt hatten, nahm Kontakt mit der belgischen Botschaft auf, um sich bestätigen zu lassen, ob sie in Sicherheit seien oder ob es Anlass zur Sorge gab, auch wenn der Mann mit Drohbotschaft selbst gar nicht in der Region war.

Die Botschaft glaubt, dass die Gruppe nicht in Gefahr ist. „Uns wurde geraten, keine neuen Gruppen nach Marokko zu schicken. Wir werden diesem Rat folgen“, erklärt Karen Heylighen, die Sprecherin des Verbandes, am späten Mittwochnachmittag. Die Botschaft gab diese Stellungnahme im Hinblick auf die Bekanntmachung dieser Bedrohungen in der Presse und in sozialen Netzwerken ab.

Die Jugendlichen, die derzeit vor Ort sind, können nach ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit ihren Urlaub ohne Angst fortsetzen. Bouworde bietet dennoch die Möglichkeit für diejenigen, die früher nach Hause wollen. Nur drei der 37 Freiwilligen äußerten Berichten zufolge diesen Wunsch.

Eine neue Gruppe von Freiwilligen sollte am Samstag nach Marokko aufbrechen. Soweit möglich, versucht die NPO, Alternativen zu finden.

https://www.lalibre.be/international/afrique/suite-aux-menaces-de-decapitation-l-asbl-flamande-bouworde-decide-de-ne-plus-envoyer-de-benevoles-au-maroc-cet-ete-5d4b0688d8ad5859353faf9f?fbclid=IwAR1H5i-FLQAuapsXHm340QOXQsIrD5DkJDYnTXOdjvMWsIsusXQiqdlY_ak#.XUsROZnxW-k.whatsapp

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