RAMED-Kartenbesitzer sollen finanzielle Unterstützung bekommen

Die Proteste der Armen und die Vorfälle mit Sicherheitskräften während der Ausgangssperre, scheinen Auswirkungen zu haben. Die marokkanischen Behörden haben angekündigt, RAMED-Karten-Besitzern während der Koronakrise finanziell zu unterstützen. Es sollen ca 3,4 Millionen Haushalte begünstigt sein.

Die Familien, die eine RAMED-Karte haben, können sich ab dem 30. März registrieren, um dann ab dem 6. April schrittweise eine finanzielle Unterstützung zu erhalten.

Der Haushaltsvorstand muss seine RAMED-Kartennummer per SMS von seinem Mobiltelefon an die folgende Kurznummer 1212 senden. Die akzeptierten Ramed-Karten sind diejenigen, die am 31. Dezember 2019 gültig waren.

Die Höhe der finanziellen Unterstützung wird wie folgt festgelegt:
1- 800 Dirham (+/- 70 Euro) pro Monat für eine Familie bestehend aus 1 oder 2 Personen.
2 – 1000 Dirham (+/- 90 Euro) pro Monat für eine Familie bestehend aus 3 oder 4 Personen.
3 bis 1.200 Dirham (+/- 110 Euro) pro Monat für eine Familie mit mehr als vier Personen.

Kritiker sagen, dass die RAMED-Inhaber nur ein Teil der Armen umfasst, die unter der Ausgangssperre leiden. Die Höhe der Hilfe ist nach Ansicht vieler auch enttäuschend. In den meisten Fällen müssen die RAMED-Inhaber zusätzliches Geld verdienen, um die Strom- und Wasserrechnung bezahlen zu können.

Aktivisten fordern Rabat auf, sich ein Beispiel am ärmeren Nachbarland Mauretanien zu nennen, in dem die Armen finanzielle Unterstützung erhalten und keine Strom- und Wasserrechnungen bezahlen müssen.

Anmerkung: Es gibt keine regelmäßig aktualisierten öffentlichen Daten zu Haushalten oder Personen mit der Ramed-Karte. Der letzte Bericht des Anam stammt aus dem Jahr 2016. Im April 2019 hatte Anass Doukkali, der damalige Gesundheitsminister, vor seinem Ausscheiden aus der Regierung die Zahl von 8 Millionen Ramed-Karten angegeben. Bei einer durchschnittlichen Quote von 2,4 entspricht dies rund 3,4 Millionen Haushalten.

Quellen:

Arifnews

Medias24

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