Rif-Aktivisten: ‚Heuchelei‘ der marokkanisch-niederländischen „Anti-Rassisten“ -Bewegung

Abbildung: Facebook / Salaheddine Benchikhi

Niederländische Rif-Aktivisten sind wütend auf marokkanisch-niederländische „Anti-Rassisten“, die jetzt heftig gegen Rassismus in Amerika und den Niederlanden agitieren. Gleichzeitig würden sie systematisch ihre Augen vor der rassistischen Unterdrückung der Rif-Volksgruppe in Marokko verschließen und diese sogar verteidigen.

So schreibt zum Beispiel der Aktivist Samir Bejariti auf Facebook, dass er die größten Schwierigkeiten mit marokkanisch-niederländischen Unterstützern hat, die jetzt im Wettstreit stehen, um sich als antirassistisch, links und progressiv zu profilieren. Die Ironie liegt darin, dass sie oft unerbittlich gegen die (oft) unbedeutendsten Fälle von angeblichem Rassismus im Ausland vorgehen, aber das brutale rassistische marokkanische Regime unterstützen.

Bejariti zielt mit seinen Pfeilen auf die Leidener Historikerin Nadia Bouras. Sie würde viel über ethnisches Profiling durch die niederländische Polizei twittern, gleichzeitig aber auch die Verbrechen des marokkanischen Regimes rechtfertigen. Bouras, ehemaliges Mitglied des Beirats des marokkanischen Königs für „Marokkaner im Ausland“, wird von Rif-Aktivisten als Teil des „langen Arms von Rabat“ betrachtet.

Die Facebook-Seite BladRif nimmt sich den Vlogger Salaheddine Benchikhi (Foto) zu Brust. Seit 3 Jahren hat er kein Wort über die Ungerechtigkeit und den Rassismus gesagt oder geschrieben, die in seinem eigenen „Heimatland“ stattfanden und stattfinden. Jetzt sehen wir ihn zum x-ten Mal in den sozialen Medien heuchlerisch über die Ungerechtigkeit, die in Amerika geschieht, sprechen. Eher im Gegenteil, Salaheddine ist bekannt für seine regelmäßigen rassistischen Äußerungen, gegen das ethnische Rif-Volk, bekannt.

Im Jahr 2016 brachen friedvolle Hirak-Proteste im Rif im Norden Marokkos aus, die brutal vom Marokkanischen Regime niedergeschlagen wurden. Es folgten Massenverhaftungen, Folter und Vergewaltigungen der Demonstranten durch das Marokkanische Regime. Die Führer der Hirak-Bewegung wurden in einem unfairen Schauprozess zu Gefängnisstrafen von bis zu zwanzig Jahren verurteilt. Die niederländischen Rif-Aktivisten unterstützten und unterstützen die Hirak-Bewegung, die für ein Ende der Apartheidpolitik und der ethnischen Benachteiligung im Rif steht.

Kürzlich kündigte die Rifaktivisten Laila Ezzeroili bei der Talkshow Op1 an, dass sie ihre marokkanische Staatsbürgerschaft loswerden will, auch wegen der Situation am Rif. Das Königreich Marokko betrachtet die marokkanischen Niederländer als seine eigenen Untertanen, obwohl diese einen Niederländischen Pass haben.

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