Zwei Filme über Schmuggel, wurden vom marokkanischen Regime verboten

Zwei marokkanische Kurzfilme, die die Realität der Grenze von Ceuta veranschaulichen, wurden aus dem Plakat des Tétouan Mediterranean Film Festival entfernt, um den „sozialen Frieden“ zu wahren. Die Region wurde in eine Krise gestürzt, nachdem der Schmuggelhandel einseitig verboten wurde.

Randa Maroufi, Regisseurin von „Bab Sebta“, einem der beiden zensierten Filme, berichtete auf ihrem Facebook-Account, dass „die Behörden der Stadt der Ansicht waren, dass die Vorführung der beiden Filme für den sozialen Frieden in Tétouan gefährlich sei“.

Maroufis Brief ist auch von Karim Aitouna, dem Regisseur des zweiten Kurzfilms „Ein Ort unter der Sonne“, signiert, der sich wie der vorherige mit dem Thema Ceuta-Schmuggel und dem Leben der daran beteiligten Personen befasst.

Maroufi und Aitouna sagen, dass sie „diese Entscheidung und diese Zensur, die die Meinungsfreiheit bedroht, bedauern“.

Seit letztem Oktober ist der kleine Schmuggel für Tausende von Frauen und Männern zwischen Ceuta und Marokko von Marokko verboten worden. Die Träger transportierten auf den Rücken geladenen Warenbündeln nach Marokko und verdienten damit ihren Lebensunterhalt. Das Verbot führt auf beiden Seiten der Grenze zu einer Krisensituation.

Obwohl es aufgrund seines informellen Charakters schwierig ist, seine Bedeutung einzuschätzen, schätzte die marokkanische Regierung, dass dieser Schmuggel von etwa 9.000 Menschen praktiziert wurde, zu denen mehrere Tausend hinzukommen, die vom Handel mit diesen Produkten lebten.

Mehrere Berichte in den letzten Wochen haben gezeigt, dass sich die Krisenatmosphäre in der marokkanischen Region von Ceuta bis Tétouan erstreckt, wo viele Geschäfte schließen mussten.

Am 29. November verboten die Behörden von Tetouan eine Kundgebung, die anonym über soziale Medien aufgerufen wurde, um gegen die „wirtschaftliche Erstickung“ in der Region nach dem Ende des Schmuggels zu protestieren.

Quelle: https://www.courrierdurif.com/2020/03/deux-films-sur-la-contrebande-censures.html?m=1#.XmOuRlt27zs.facebook

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